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Häufig gestellte Fragen/FAQ

weitere Erklärung der Fachbegriffe bei der EFAS
 

Ersthelfer im Kindergarten: Reicht die "Erste Hilfe am Kind"-Ausbildung?

  Die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) fordert, dass ein Erzieher pro Gruppe z. B. die „Erste Hilfe am Kind“-Ausbildung absolviert hat, um Kindern im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.
Die Berufsgenossenschaft (BGW) fordert parallel dazu, dass Ersthelfer für die Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden mit Fortbildung nach zwei Jahren zu absolvieren.
 

 

Was ist die Biostoffverordnung?

 

Die Verordnung ist im Infektionsschutzgesetz verankert und ist vor allem für Kindertageseinrichtungen relevant, da sie den sicheren Umgang mit Biostoffen, d.h. auch Körperausscheidungen, unter dem Gesichtspunkt des Schutzes vor Infektionen, regelt.
http://lasi.osha.de/publications

 

 

Können Fach- und Ortskräfte für Arbeitssicherheit zur Haftung herangezogen werden?

  Fach- und Ortskräfte haben eine beratende Funktion. Wurden unwissentlich Fehlinformationen gegeben oder wurden Mängel bei einer Begehung übersehen und nicht im Begehungsbericht erwähnt und später geschieht aufgrund dessen ein Unfall, ist die Fach-/Ortskraft nicht zur Haftung heranzuziehen. Der Begehungsbericht dient lediglich als Wegweiser für den Kirchenvorstand und den 1. Pfarrer (Unternehmer). Diese können bei ungenügender Mängelbeseitigung für die möglichen Folgen zur Haftung herangezogen werden.
 

 

Ab wann ist ein Arbeitsunfall meldepflichtig?

  Eine Verletzung, die während einer versicherten Tätigkeit passiert, muss ab drei Tagen fern-bleiben von der Arbeit bzw. sofort bei Tod dem Unfallversicherungsträger (VBG) gemeldet werden. Für diese Unfallmeldung liegen dem Arbeitgeber Formulare vor – sie kann jedoch auch online vorgenommen werden.
http://www.vbg.de
 

 

Wer ist mein zuständiger Durchgangsarzt?

  Arbeitsunfälle müssen i.d.R. von einem Durchgangsarzt untersucht und dokumentiert werden, um ggf. eine spätere Kostenübernahme bei gesundheitlichen Folgen durch den Unfallversicherungsträger zu gewährleisten. Unter www.lvbg.de steht eine Datenbank aller Durchgangsärzte innerhalb Deutschlands zur Verfügung. Dort können Sie per Eingabe der PLZ Ihren Arzt ausfindig machen.
 

 

Welche Verletzungen sind in das Verbandbuch einzutragen?

  Alle, auch kleine Schnittverletzungen. Die Entnahme von jeglichem Verbandmaterial ist schriftlich festzuhalten. Wichtig deshalb, denn wenn daraus später eine größere oder chronische Verletzung oder (zeitweise) Arbeitsunfähigkeit entsteht und beispielsweise Reha-Maßnahmen anstehen, ist die VBG als Versicherer in der Pflicht, da sich eindeutig nachweisen lässt, dass die Krankheit aus einer Arbeitsverletzung resultiert.
 

 

Wann ist ein Sicherheitsbeauftragter zu bestellen?

  SGB VII § 22 regelt die Bestellung mindestens eines Sicherheitsbeauftragten bei einer Betriebsgröße von 1-20 Mitarbeitern. In jeder Kindertageseinrichtung sollte mindestens ein Sicherheitsbeauftragter – idealerweise mit Vertretung – zur Verfügung stehen.
 

 

Was für Aufgaben hat ein Sicherheitsbeauftragter?

  Die BGV A 1 legt folgende Aufgaben fest: Ein Sicherheitsbeauftragter berät Mitarbeiter und Arbeitgeber in allen Fragen rund um Arbeitssicherheit. Hinweise von Mitarbeitern oder eigene Feststellung von Mängeln soll er möglichst als Verbesserungsvorschläge schriftlich an den Arbeitgeber oder Vorgesetzen weiterleiten. Er kann bei Arbeitsunfällen als Berater hinzugezogen werden und ist Mitglied im Arbeitsschutzausschuss.
 

 

Wie wird man Sicherheitsbeauftragter?

  Man muss vom Arbeitgeber schriftlich bestellt werden. Hierfür sind Eignung (z. B. technische Ausbildung) und Freiwilligkeit ausschlaggebend. Anschließend findet eine von der VBG finanzierte Schulung in zwei Teilen à zwei Seminartagen zum Sicherheitsbeauftragten statt.
 

 

Wie oft ist eine Unterweisung durchzuführen?

  Bei Neueinstellungen sollte grundsätzlich eine Unterweisung über die möglichen Gefahren im neuen Tätigkeitsfeld und somit über sicherheitsgerechtes Verhalten des jeweiligen Mitarbeiters statt finden. Da sich die Situation an einem konkreten Arbeitsplatz oder der Aufgabenbereich ändern kann, ist jährlich eine Folgeunterweisung durchzuführen. Dieses ist jeweils zu dokumentieren.
 

 

Was ist ein E-Check?

  Hierbei handelt es sich um die Prüfung ortsfester und ortsveränderlicher elektrischer Anlagen und Betriebsmittel in regelmäßigen Abständen durch eine Elektrofachkraft, siehe BGV A 3 § 5.
http://www.ekd.de/efas/elektrische-anlagen-und-betriebsmittel.html
 

 

Wann ist eine Betriebsanweisung zu erstellen?

  Immer! Es handelt sich um schriftlich festgehaltene Anweisungen des Arbeitgebers (bzw. des Verantwortlichen) an seine Mitarbeiter zum Schutz vor Unfällen und Gesundheitsgefährdungen.